Gebäudecheck nach Baujahr – Sanierungsbedarf einschätzen

    Gib das Baujahr deiner Immobilie ein: Der Gebäudecheck schätzt für bis zu 16 Bauteile die verbrauchte Lebensdauer und den rechnerischen Sanierungsbedarf. Eine Ampel und typische Kostenspannen helfen dir, Dach, Heizung, Fenster und weitere Gewerke einzuordnen. Kostenlos, ohne Anmeldung – als erste Orientierung, nicht als Vor-Ort-Prüfung oder Gutachten.

    • Sanierungsbedarf für 16 Bauteile von Dach bis Küche auf einen Blick
    • Ampel-System: grün, gelb, orange, rot – sofort erfassbar
    • Kostenspannen pro Gewerk auf Basis aktueller Marktpreise
    • Baujahr-Cluster: 1950er, 60er/70er, 80er/90er, ab 2000

    pro Wohneinheit

    Gib das Baujahr deiner Immobilie ein, um den Sanierungsbedarf zu ermitteln.

    Kostenlos. Im Account kannst du einzelne Gewerke individuell nachverfolgen und mit Sanierungskalkulationen verknüpfen.

    Wie funktioniert der Gebäudecheck?

    Jedes Gebäude besteht aus Bauteilen mit unterschiedlicher technischer Lebensdauer. Ein Ziegeldach hält 50 bis 80 Jahre, eine moderne Brennwertheizung 20 bis 25 Jahre, Steigleitungen 30 bis 50 Jahre. Aus dem Baujahr und der durchschnittlichen Lebensdauer berechnet der Gebäudecheck den Sanierungsstand jedes Bauteils.

    Der Check unterscheidet zwei Ebenen: zehn gebäudebezogene Gewerke (Dach, Heizung, Fassade, Leitungen, Treppenhaus, Elektrik, Haustür, optional Keller, Balkon, Aufzug) und sechs wohnungsbezogene Gewerke (Fenster, Bad, Boden, Wände, Elektroinstallation, Küche). Diese Trennung entspricht der Aufteilung zwischen Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum bei WEG-Immobilien.

    Baujahr-Cluster als Orientierung: 1950er-Bauten haben meist bei Dach, Leitungen, Elektrik und Fenstern akuten Sanierungsbedarf; 1960er/70er-Bauten fallen typischerweise durch Heizung, Fassaden-Dämmung und Bäder auf; 1980er/90er-Bauten stehen vor Heizungstausch, Fenster- und teilweise Dacharbeiten; Bauten ab 2000 sind meist in Bad, Küche und Bodenbelag der erste Sanierungsanlass. Der Check ordnet dein Objekt automatisch ein.

    Das Ampel-System macht den Sanierungsbedarf sofort sichtbar: Grün heißt unter 50 Prozent Lebensdauer verbraucht, gelb 50 bis 75 Prozent, orange 75 bis 100 Prozent, rot über 100 Prozent (also rechnerisch überfällig). Zu jedem Gewerk siehst du die typische Sanierungskostenspanne – als grobe Orientierung, nicht als Angebot.

    Der Gebäudecheck ersetzt kein Gutachten, liefert aber in Sekunden die Antwort auf die wichtigste Investoren-Frage: Wo lauern in den nächsten zehn Jahren die größten Sanierungs-Brocken? Damit kannst du Kaufobjekte bereits in der Vorprüfung filtern.

    Welche Bauteile prüft der Gebäudecheck?

    Insgesamt 16 Bauteile, aufgeteilt nach Gebäude und Wohnung:

    Dach

    Eindeckung und Tragwerk – typische Lebensdauer 50 bis 80 Jahre.

    Heizung

    Wärmeerzeuger und Verteilung – moderne Anlagen 20 bis 25 Jahre.

    Fassade

    Putz, Anstrich oder Dämmung – 30 bis 50 Jahre.

    Leitungen

    Wasser-, Abwasser- und Heizungsleitungen – 30 bis 50 Jahre.

    Elektrik

    Hausanschluss, Verteilung, Steigleitungen – 30 bis 40 Jahre.

    Fenster

    Rahmen und Verglasung – 30 bis 40 Jahre.

    Bad

    Sanitärobjekte und Fliesen – 25 bis 30 Jahre.

    Bodenbeläge

    Parkett, Laminat, Fliesen – 15 bis 40 Jahre je Material.

    Küche

    Einbauküche – 15 bis 25 Jahre.

    Für wen ist der Gebäudecheck gemacht?

    Der Gebäudecheck richtet sich an Käufer und Bestandshalter von Wohnimmobilien, die in Sekunden eine erste Einschätzung des Sanierungsbedarfs brauchen – etwa beim Sichten von Exposés, vor einer Besichtigung oder vor einem Kaufangebot.

    Der Check ersetzt keine Begehung mit einem Sachverständigen, aber er macht systematisch sichtbar, welche Gewerke aufgrund des Alters überhaupt einer kritischen Prüfung bedürfen. Das spart Zeit bei der Vorauswahl und schützt vor den klassischen unterschätzten Sanierungs-Brocken.

    Häufige Fragen zum Gebäudecheck

    Wie genau ist der Gebäudecheck?
    Der Check basiert auf statistischen Durchschnittswerten der Lebensdauer von Bauteilen. Er ist eine Orientierung – kein Ersatz für ein Gutachten oder eine Begehung. Bei verlässlichem Bauunterhalt können Bauteile deutlich länger halten als der Durchschnitt.
    Was bedeutet die Ampel-Farbe konkret?
    Grün: weniger als 50 Prozent Lebensdauer verbraucht, kein Handlungsbedarf. Gelb: 50 bis 75 Prozent, in mittlerer Frist Sanierung einplanen. Orange: 75 bis 100 Prozent, Sanierung steht an. Rot: über 100 Prozent, Sanierung ist statistisch überfällig – konkret prüfen.
    Wie lange hält ein Dach?
    Die typische Lebensdauer eines Ziegeldachs liegt bei 50 bis 80 Jahren, eines Flachdachs bei 25 bis 40 Jahren. Die Eindeckung lebt länger als die Abdichtung. Bei Häusern mit Baujahr vor 1970 ist eine Dach-Inspektion bei Kauf grundsätzlich sinnvoll.
    Wann muss eine Heizung erneuert werden?
    Moderne Brennwertheizungen halten 20 bis 25 Jahre. Das Gebäudeenergiegesetz schreibt zudem vor, dass Konstanttemperaturkessel nach 30 Jahren ausgetauscht werden müssen. Ab 2024 gelten zusätzliche Pflichten bei Neueinbau.
    Wie kann ich einzelne Sanierungen berücksichtigen?
    Im kostenlosen Dealfolio-Account kannst du pro Gewerk ein individuelles Sanierungsjahr eintragen. Wurde die Heizung etwa 2020 erneuert, rechnet das System ab diesem Datum statt ab Baujahr.
    Berücksichtigt der Check WEG-Eigentum?
    Ja, die Trennung zwischen Gebäude-Gewerken (Gemeinschaftseigentum) und Wohnungs-Gewerken (Sondereigentum) bildet die WEG-Struktur ab. Im Account kannst du WEG-Beschlüsse und Sanierungsrücklagen separat dokumentieren.